Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel-Kernstadt e.V.

Gründung und Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Bad Vilbel

Gesammelt und bearbeitet von unserem geschätzten Ehrenstadtbrandinspektor Gerhard Stengel zum 150-jährigen Jubiläum im Jahr 2023, danach ergänzt durch uns

Aus dem Leben unserer Stadt ist die Bad Vilbeler Feuerwehr, die im Jahre 1873 gegründet wurde, nicht mehr wegzudenken. Als 1873 in Bad Vilbel die Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde und die ersten organisierten Einheiten zu Einsetzen rollten, waren die Vilbeler - wie man aus zeitgenössischen Berichten weiß - stolz auf ihre Feuerwehr.

Das können sie auch heute noch sein.

In einer Zeit wachsender Ansprüche des Bürgers an Staat und Gesellschaft und oft fehlende Bereitschaft zum Dienst an der Allgemeinheit sind die Bad Vilbeler Feuerwehrangehörigen diejenigen, die den Dienst am Nächsten in ihrer Freizeit und unentgeltlich tun.

Die Gewissheit, im Notfall schnelle und tatkräftige Hilfe zu erhalten, wird von vielen Bürgern bereits als selbstverständlich angesehen. Ich möchte hiermit darauf aufmerksam machen, dass es durchaus nicht selbstverständlich ist, wenn täglich Menschen ihre Gesundheit und oft ihr Leben einsetzen, um Mitmenschen zu retten und die Folgen von Unglücksfällen zu lindern. Ohne zu zögern begeben sich unsere Feuerwehrfrauen und -männer in Gefahr, immer wieder werden wir mit unvorhergesehenen Situationen konfrontiert und oft in Sekundenschnelle müssen wir sinnvoll Hilfsmaßnahmen entscheiden.

Zu den Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz gehört neben fundierte Ausbildung eine Technische Ausstattung, die jeweils dem neuesten Stand entspricht.

Wir alle sind gut beraten, wenn wir alle dafür eintreten, dass uns Feuerwehrangehörigen umfangreiche Ausbildungsmöglichkeiten und den derzeitigen Einsatzerfordernissen entsprechend Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung stehen.

Hier haben wir gesammelte Informationen für Sie zusammengetragen und unten nach Jahren sortiert.  

Die Historie zur Besetzung von Führungspositionen und von Geehrten finden Sie hier...
Die Information zum Festzug anlässlich des 60-jährigen Jubiläums erhalten Sie zum Download hier...
Und auch der Bad Vilbeler Verein für Geschichte und Heimatpflege e.V. behandelt das Thema Feuerwehr. Schauen Sie auch hier...

1857

Bau des Spritzenhauses in der Frankfurter Straße

Zu dieser Zeit bestand noch keine Feuerwehr im eigentlichen Sinn. Jeder männliche Bürger der Gemeinde im Alter zwischen 18 und 48 Jahren, war bei Ausbrechen eines Brandes verpflichtet mit seinem Eimer zum Unglücksort zu eilen und zu helfen.

1873

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Vilbel

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel verdankt Ihre Entstehung der Initiative des damaligen Kreisrates in Vilbel, Friedrich Hallwachs. Dieser erkannte, dass es für eine aufstrebende Stadt - Bad Vilbel war damals Kreisstadt - eine dringende Notwendigkeit war, eine einsatzfähige Feuerwehr zu besitzen. Nach vielen Verhandlungen wurden 1873 die Statuten genehmigt und 56 Gründungsmitglieder unter dem Kommandanten Karl W. Hinkel konnten Ihre Arbeit in der freiwilligen Feuerwehr aufnehmen.

Die Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehr war nach Ihrer Gründung noch recht bescheiden, insbesondere, da die Geldmittel zur Beschaffung von Geräten fehlten. Die Stadt kaufte und überließ der Wehr zur Gründung 12 Beile, 45 Gurte, 2 Steigleitern und Hanfschläuche (im Wert von 575 Gulden, damals 2% des Haushalts der Gemeinde Vilbel).

1878

Besondere Anschaffungen in den Folgejahren:

Kauf einer Schiebleiter und Kauf einer neuen Saugspritze

(Im Übrigen standen der Freiwilligen Feuerwehr noch die Geräte der Pflichtfeuerwehr zur Verfügung).

1879

Beschluss über die Errichtung eines Schlauchturmes

1893

Beschaffung einer Steigleiter

1899

38 Mitglieder und 372 Hilfsmannschaften
(vermutlich Pflicht-Feuerwehr) 

Kommandant war C.C. Kullmann

Die Gerätschaften der Freiwilligen Vilbeler Feuerwehr waren zu diesem Zeitpunkt: 4 Spritzen ohne Saugwerk, 200 Feuereimer, 8 Feuerhaken, 1 Standfackel, 310 m nicht gummierte Hanfschläuche, 1 mechanische Leiter, 6 Anstellleitern, 2 Hakenleitern, 1 Gesims bock mit Leiter, 2 Dachleitern, 1 Rettungsschlauch, 1 Gerätewagen, (Ausgaben im Jahr: 1560 Mk, davon 735 Mk Gemeinde, 320 Landesfeuerlöschkasse, 280 Mk von anderer Seite, von der Feuerwehr selbst 225 Mk)

1900

Beschaffung von 100 m neuen Schläuchen

1906

Beschaffung einer neuen Saug-Feuerspritze

1914

Beschaffung eines Gerätewagens

1924

Einrichtung von Sirenen für den Feueralarm

1930

Bau der Schulturnhalle Stadtschule (Frankfurter Str.85), dabei wurden auch Räumlichkeiten zur Unterstellung des Feuerwehrgeräts erschaffen

1932

Beschaffung zweier Motorspritzen (Preis: 9000 Mk)

1933

Die Feuerwehr im dritten Reich

1933 erfolgten auch für die Freiwilligen Feuerwehren grundlegende Veränderungen. Da sich diese jedoch zumeist jeder Parteipolitik ferngehalten hatten, blieben die organisatorischen Maßnahmen zunächst ohne größere Auswirkungen.

Unbestritten wurde in dieser Zeit eine Weitgehende Vereinheitlichung im Brandschutz erreicht. Damals traten gemeinsame Ausbildungsvorschriften und Verwaltungsstrukturen in Kraft. Das (Reichs)-Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 23.11.1938 mit seinen 7 Durch Führung ver- ordnungen und ungezählten Ausführungsvorschriften wurde tatsächlich ein Standort erreicht, der nach dem Kriege teilweise wieder verloren ging.

1939

Der am 1.September 1939 ausgebrochene 2. Weltkrieg stellte auch die Bad Vilbeler Feuerwehr vor unlösbare Aufgaben. Durch die seit Kriegsbeginn erfolgten Einberufungen der Feuerwehrmänner reduzierte sich der Mannschaftsbestand gravierend. Diese Verluste konnten nur sehr schwer ausgeglichen werden. Zusätzlich wurde die Bad Vilbeler Freiwillige Feuerwehr zu zahlreichen auswärtigen Einsätzen eingesetzt. Was die Freiwillige Feuerwehr in diesen Jahren geleistet hat, unter welchen Schwierigkeiten die Männer damals ihre Arbeit verrichteten mussten, kann auch nicht annähernd beschrieben werden.

 

NACHKRIEGSZEIT UND WIEDERAUFBAU

Unmittelbar nach dem Kriege setzte sich der seit 1934 amtierende Kommandant Jakob Klöß über viele alte Gewohnheiten hinweg und räumte unbürokratisch manches Hindernis aus dem Weg. Seine reichen Erfahrungen aus dem Krieg halfen ihm jetzt, aus dem nichts heraus, wieder eine einsatzbereite und schlagkräftige Feuerwehr zu organisieren. Unter seiner Leitung fanden sich die in alle Winde zerstreuen Wehrmänner wieder zusammen. Im Allgemeinen war die Zeit bis zur Währungsreform durch die notwendige Wartung und Instandhaltung der stark beschädigten Fahrzeuge und Gerätschafften gekennzeichnet. Mit welcher Improvisationsgabe damals aus den ungeeignetsten Teilen brauchbare Geräte für die Feuerwehr hergestellt oder repariert wurden, lässt sich heute kaum noch nachvollziehen. Mindestens ebenso schwierig gestaltete sich die Beschaffung von Kraftstoff und Ausrüstungsgegenständen. Der Einsatzdienst war zusätzlich durch die allgemeine Versorgungslage erschwert. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Bad Vilbel erhielten wie vielerorts daher für ihre geleisteten Einsätze eine Schwerarbeiter- Zulage in Form von Lebensmitteln.

1949

Aufgrund struktureller Umgestaltungen nach Kriegsende wurde die Einrichtung der Pflichtfeuerwehr abgeschafft. 

1958

Übernahme des Brandschutzes auch für die US-Siedlung im Stadtgebiet Bad Vilbels, deshalb übergab die amerikanische Armee einige moderne Löschgeräte. Anschaffung eines TLF TS 8 und einer Schlauchwaschmaschine.

1959

Beschaffung eines CO2-Löschanhängers 

1963

Beschaffung eines Schlauchkraftwagens 

1964

Bau eines Gerätehauses in der Siedlung Heilsberg, der Zug Heilsberg gehörte vorerst zur Feuerwehr Stadt (heute Kernstadt) 

1966

Beschaffung eines Universalprüfgerätes für Hakengurte, Fangleinen und Leitern

1968

Beschaffung und Inbetriebnahme einer Feuerwehrdrehleiter DL 30 

1970

Erlass des Hessischen Brandschutzhilfeleistungsgesetzes. 

Durch die Einführung dieses Gesetzes ergaben sich einschneidende Veränderungen in der Organisationsstruktur der Feuerwehren. Die Gemeinden waren nun verpflichtet eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten. Die Feuerwehr Bad Vilbel war nun nicht mehr "nur" ein Verein, sie war von nun an ( bis heute ) eine städtische Einrichtung, die einzige Abteilung der Stadt, die ehrenamtlich und unentgeltlich tätig wird. In diesem Zuge teilte sich die damalige Feuerwehr in die Einsatzabteilung und den fördernden Verein (Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel Stadt e.V.). 

1971-1972

Eingemeindung der Stadtteile Gronau, Dortelweil und Massenheim 

 Beschaffung eines Rüstwagen 2 Öl 

1984

Vereinssatzung vom 25.11.1984

1989

Baubeginn und Grundsteinlegung für den neuen Feuerwehrstützpunkt Am Sportfeld 6 

1991

Fertigstellung des Feuerwehrstützpunktes Bad Vilbel in der Straße Am Sportfeld 6 / Saalburgstraße 

Das schon seit vielen Jahren zu kleine alte Gerätehaus in der Vilbeler Innenstadt konnte endlich verlassen werden und ein größeres, modernes Feuerwehrhaus in Betrieb genommen werden. 

 Aufgrund der wachsenden Struktur der Stadt Bad Vilbel und der Ansiedlung von Firmen, welche mit Gefährlichen Stoffen und Gütern umgehen oder diese produzieren, war die Beschaffung eines Gerätewagen Gefahrgut zur Gefahrenabwehr notwendig. Beschafft wurde ein Gerätewagen Gefahrgut der Größe 2, hergestellt und ausgeliefert wurde er durch die Firma German Fire Trucks. 

1992

Der vorhandene Kommandowagen des Stadtbrandinspektors, ein VW Golf wurde durch einen Audi A6 ersetzt. Der VW Golf wurde im Anschluss als Dienstfahrzeug der hauptamtlichen Gerätewarte und für den Bereitschaftsdienst einer weiteren Verwendung zugeführt. 

1995

Gründung der Ortsteilwehr Heilsberg. 

Aus einsatztaktischen und organisatorischen Gründen wurde der Zug Heilsberg zu einer eigenständigen Feuerwehr mit einem eigenständigen Feuerwehrverein umorganisiert. 

Neufassung der Vereinssatzung zum 23.05.1995

1996

In diesem Jahr wurde die Ersatzbeschaffung des Rüstwagens 2 ÖL aus dem Jahre 1972 umgesetzt. Es wurde aufgrund geänderter DIN Normen ein Rüstwagen der Baugröße 1 beschafft. Hergestellt und ausgeliefert wurde das Fahrzeug durch die Firma EMPL Fahrzeugwerk GmbH am Standort in Österreich. 

1997

Beschaffung eines Einsatzfahrzeuges für den Stadtbrandinspektor, Mercedes C 250 Turbodiesel 

1998

Für notwendige Logistikmaßnahmen im Feuerwehrstützpunkt sowie an Einsatzstellen, wurde ein Flurförderzeug (Gabelstapler) beschafft. Um das Fahrzeug auch an möglichen Einsatzstellen einsetzen zu können, wurde das Fahrzeug mit den notwendigen Beleuchtungseinrichtungen gemäß der Straßenverkehrsordnung ausgestattet. 

1999

Der Stadtbrandinspektor, Gerhard Stengel, ist im Jahre 1999 altersbedingt aus dem Amt des Stadtbrandinspektors ausgeschiedenen: Gerhard Stengel war von 1979 bis 1999 Stadtbrandinspektor. Seit 1999 ist er Auslandsbeauftragter der Feuerwehr Bad Vilbel. Er unterstützt den Aufbau von leistungsfähigen Feuerwehren in der Region Ungarn, Rumänien und Nordserbien. 

Beschaffung eines Vorauslöschfahrzeuges (VLF) auf der Basis eines Mercedes Benz Sprinter Fahrgestelles, für außenliegende Einsatzstellen, welche mit den Großfahrzeugen nicht erreicht werden können. 

In diesem Jahr startete die Feuerwehr Bad Vilbel mit wenigen Feuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland den Einstieg in das sogenannte Wechselladerprogramm. Durch die Beschaffung von Abrollbehältern sollen die Unterhaltungskosten für Fahrgestelle reduziert werden und die dann vorhandenen Wechselladerfahrgestelle effektiver ausgelastet werden. Des Weiteren soll der Feuerwehr eine Möglichkeit gegeben werden, ihre Transportkapazitäten und Möglichkeiten schlagkräftig zu erhöhen. Für den Einstieg in dieses Programm wurde ein Wechselladerfahrzeug vom städtischen Betriebshof der Stadt Bad Vilbel in den Feuerwehrdienst übernommen und von der Feuerwehr in Eigenleistung zu einem Sonderkraftfahrzeug Feuerwehr umgerüstet. Das Fahrzeug wurde im gleichen Jahr bei der Feuerwehr in Dienst gestellt.

Zeitgleich wurde für das Wechselladerkonzept eine Mulde für den Materialtransport beschafft. Diese Mulde wurde so konfiguriert, dass Sie bei Bedarf das vorhandene Flurförderzeug (Gabelstapler) an die Einsatzstellen transportieren kann.

2000

Die Leiterbühne 30 war massiv in die Jahre gekommen und der Reparatur- und Unterhaltungsaufwand wurde unwirtschaftlich. Es erfolgte die Ersatzbeschaffung und Indienststellung einer Drehleiter mit Korb (DLK 23-12) vom Typ PLC III aus dem Hause der Firma Carl Metz GmbH. Gefertigt wurde das Fahrzeug am Standort in Karlsruhe.

In diesem Jahr wurde ebenfalls ein geschlossener Abrollbehälter der Firma FERRO Behälterbau GmbH & Co. KG beschafft. Dieser Behälter wurde in Eigenleistung durch die Feuerwehr zu einem Abrollbehälter Rüst umgebaut. Der Abrollbehälter soll den Aufgabenbereich bei größeren technischen Hilfeleistungen, wie zum Beispiel Bauunfällen, Notverglasungen nach Brandereignissen, oder Reparaturmaßnahmen an Gebäuden nach Unwetter- Schäden zum Einsatz kommen.

Für die Bekämpfung von Umweltschäden auf dem Fluss Nidda, welcher die Stadt Bad Vilbel durchquert, wurde ein Abrollbehälter Öl von der Firma Jörg Feuerwehr & Umwelttechnik GmbH beschafft. Auf diesem Abrollbehälter sind alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände verlastet, die für die Gefahrenabwehr auf fließenden Gewässern benötigt werden. Darüber hinaus befindet sich auf diesem Behälter ein Ölschlengelsystem, welches auf der Wasseroberfläche über die gesamte Breite der Nidda installiert werden kann. Mit diesem System können Schadstoffe, welche sich auf der Wasseroberfläche befinden, in Verbindung mit Gewässerbindemittel aufgenommen und somit aus dem Gewässer entfernt werden.

Für die Versorgung der Einsatzkräfte an länger andauernden Einsatzstellen, sowie zur Betreuung und Unterbringung von betroffenen Personen an Einsatzstellen, wurde ein Abrollbehälter Betreuung beschafft. Des Weiteren wird er als Führungshilfsmittel für die Technische Einsatzleitung des Landkreises und der Stadt Bad Vilbel bei größeren Einsatzlagen eingesetzt. Er dient somit als Arbeits- und Besprechungsraum für die Mitglieder der Einsatzleitung. Der Abrollbehälter wurde durch die Firma Johannes Heines-Wuppertal GmbH aufgebaut und an die Feuerwehr Bad Vilbel ausgeliefert. Das Wechselladekonzept der Feuerwehr Bad Vilbel wurde damit weiter gestärkt und ausgebaut.

2001

In diesem Jahr wurde ebenfalls aus Altersgründen, die Ersatzbeschaffung des Basisfahrzeuges LF-16 auf den Weg gebracht und im gleichen Jahr geliefert sowie Indienstgestellt. Es wurde ein LF 16-12 aus dem Hause der Firma FGL-Metz GmbH beschafft. Gefertigt wurde das Fahrzeug im Werk in Luckenwalde. 

Des Weiteren wurde in diesem Jahr zur Verstärkung des Wechselladerkonzeptes ein zweiter Wechsellader ebenfalls vom städtischen Betriebshof der Stadt Bad Vilbel für den Feuerwehrdienst übernommen und nach seiner Umrüstung zum Sonderkraftfahrzeug Feuerwehr in Dienst gestellt.

2003

Der vorhandene Kommandowagen der Kernstadtwehr (Opel Astra) wurde durch einen Geländewagen der Firma Hyundai vom Typ Santa ersetzt. Mit diesem Wechsel sollte die Geländefähigkeit im Einsatzdient erhöht werden. Der Opel Astra hat im Anschluss weiterhin Dienst in der Feuerwehr Bad Vilbel verrichtet. Das Fahrzeug ersetzte das lange in die Jahre gekommene Dienstfahrzeug der hauptamtlichen Gerätewarte einen VW Golf.

2004

Für die gestiegenen Anforderungen bei der Brandbekämpfung sind teilweise spezielle Löschmittel, oder Löschmittelzusätze notwendig. Um diesen Anforderungen im Einsatzdienst in ausreichender Menge gerecht zu werden, wurde ein Abrollbehälter Sonderlöschmittel konzipiert und beschafft. Aufgebaut und geliefert wurde der Abrollbehälter durch die Firma  Johannes Heines-Wuppertal GmbH. Der Abrollbehälter transportiert unterschiedliche Schaummittelzusätze, Löschpulver und Löschgase, sowie Materialien zur Förderung der unterschiedlichen Medien.

2005

Im Jahr 2005 erreichte das Tanklöschfahrzeug 16 (Mercedes Benz Rundhauber) sein Lebensalter für den Feuerwehrdienst. Das Fahrzeug war von der Kernstadtwehr lange im Stadtteil auf dem Heilsberg im Einsatz. Es folgte die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges 20-25 mit festverbauter Druckluftschaumanlage (CAFS) für die Brandbekämpfung. Das Fahrzeug wurde bei der Firma Rosenbauer Feuerwehrtechnik GmbH am Standort in Luckenwalde gefertigt und an die Feuerwehr Bad Vilbel ausgeliefert. 

2010

Der Lastkraftwagen für Transportaufgaben mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen wurde aufgrund des Alters und technischen Zustandes im Jahr 2010 ersetzt. Das Fahrzeug wurde durch einen Gerätewagen Logistik der Baugröße zwei, einen Mercedes Benz Atego mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 12,5 Tonnen ersetzt. Bei der Beschaffung wurde das zulässige Gesamtgewicht absichtlich erhöht, damit sollte die zu geringe Nutzlast des alten LKWs der Vergangenheit angehören und somit den aktuellen Einsatzanforderungen gerecht werden.

2011

Im Jahr 2011 wurde Gerhard Stengel durch die Stadtverordnetenversammlung der Ehrentitel "Ehrenstadtbrandinspektor" verliehen.

Am 27.09.2011 startete die Feuerwehr Bad Vilbel ihren Sozial-Media Auftritt auf der Plattform Facebook. 

2012

Im Jahr 2012 legte das Hessische Ministerium des Innern und für Sport eine Beschaffung von mobilen Stromerzeugern auf. Die Stromerzeuger sollen im Falle von länger andauernden Stromausfällen die Energieversorgung von kritischen Infrastrukturen und möglichen Sondergebäuden, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sicherstellen. Das Land Hessen hat im Rahmen des Katastrophenschutzes pro Landkreis einen Stromgenerator beschafft, der Generator für den Wetteraukreis wurde bei der Feuerwehr Bad Vilbel stationiert und wird durch dessen Personal betreut und zum Einsatz gebracht.

Für den Sprechfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) begann im Jahr 2012 ein neues Zeitalter. Der bisher bekannte analoge Gleichwellenfunk im 2m und 4m Bereich wurde durch den Digitalfunk im TETRA 25 Standard abgelöst. Die Feuerwehr Bad Vilbel funkgierte im sogenannten Starterlandkreis bei der Systemumstellung als eine der Pilotfeuerwehr zur Umstellung auf den Digitalfunk. Umgestellt wurde der Fahrzeug- und Einsatzstellenfunk. Alle Fahrzeuge wurden durch die Feuerwehr Bad Vilbel im hauptamtlichen Bereich von analoger auf digitale Funktechnik umgerüstet.

2013

Der vorhandene Gerätewagen Nachschub, ein Opel Campo, wurde durch einen VW Amarok mit Allradantrieb ersetzt. Dieses Fahrzeug soll unter anderem die Einsätze in unwegsamen Gelände erleichtern.

2014

Im Jahr 2014 ist der Stadtbrandinspektor Matthias Meffert auf eigenen Wunsch aus dem Amt des Stadtbrandinspektors ausgeschiedenen. Er übernahm im Jahr 1999 in der Nachfolge von Stadtbrandinspektor Gerhard Stengel die Leitung der Bad Vilbeler Feuerwehr. Aufgrund seiner Verdienste um die Feuerwehr Bad Vilbel und den damit verbunden Brandschutz verlieh ihm die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Vilbel am 21.02.2014 den Ehrentitel "Ehrenstadtbrandinspektor" der Stadt Bad Vilbel.

2015

Das vorhandene Mannschaftstransportfahrzeug verunfallte im Jahr 2014 auf einer Dienstfahrt mit zwei Feuerwehrkollegen. Den Feuerwehrkollegen ist hierbei glücklicherweise nichts passiert, das Fahrzeug wiederum erlitt bei dem Unfall einen wirtschaftlichen Totalschaden. Das Fahrzeug wurde dann im Jahr 2015 durch einen Mercedes Benz Sprinter ersetzt. Das Fahrzeug wurde durch die Firma Martin Schäfer GmbH zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut und ausgeliefert.

2016

Das Dienstfahrzeug der hauptamtlichen Gerätewarte welches auch für den Bereitschaftsdienst genutzt wird, erlitt 2015 einen Motor- und Getriebeschaden. Die Reparatur des Fahrzeuges war aufgrund des Alters unwirtschaftlich. Das Fahrzeug wurde durch einen Ford TouneoConnect ersetzt. Es wurde durch die Firma Auto Jörg GmbH aus Bad Vilbel geliefert und durch die Firma Auto-Schach GmbH & Co. KG zum Feuerwehrfahrzeug umgerüstet.

Am Abrollbehälter Betreuung wurden im Jahre 2015, im Rahmen der Fahrzeugunterhaltung, ein Schaden am strukturellen Aufbau des Containers festgestellt. Der Schaden wurde im Nachgang mehreren Fachfirmen zur Begutachtung vorgeführt. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass der Schaden an der Struktur irreparabel und unwirtschaftlich ist. Es wurde somit die Ersatzbeschaffung des Abrollbehälters im Jahr 2016 umgesetzt. Beschafft wurde ein Teleskopierbarer Abrollbehälter mit zwei Auszügen (Schaltern). Mit dieser Raumvergrößerung sollen die gestiegenen Anforderungen im Einsatzdienst für die Betreuung der Einsatzkräfte sowie für die Arbeit des Personals der Technischen Einsatzleitung erfüllt werden. Hergestellt und geliefert wurde der Abrollbehälter durch die Firma Officine Stefano Srlaus Italien in der Nähe von Venedig.

2017

Der Feuerwehrstützpunkt Am Sportfeld 6 / Saalburgstraße ist seit vielen Jahren in seiner Größe nicht mehr ausreichend. Für die gestiegenen Anforderungen an die Feuerwehr ist weiterer Platz zur Unterbringung der Fahrzeuge, Abrollbehälter, technischen Ausstattung sowie des aufgestockten Personals im hauptamtlichen Bereich notwendig. Im Jahr 2017 wurden die Vorbereitungen für eine mögliche Erweiterung begonnen, somit wurden die notwendigen Raumkonzepte erarbeitet und notwendige Abstimmungsgespräche geführt. Im weiteren Verlauf soll im folgen- den Jahr eine Machbarkeitsstudie / Untersuchung beauftragt werden, welche die Umsetzung auf die vorhandenen oder möglichen Ausweichgrundstücke prüfen und erarbeiten soll.

2018

Im Februar 2018 wurde im Rahmen der bundesweiten Digitalfunkumstellung, welche bereits im Jahr 2012 begonnen hat, auch die digitale Alarmierung der Einsatzkräfte umgestellt.

Mit dem Stichtag des 20.02.2018 gehört die analoge Alarmierung in der Feuerwehr Bad Vilbel ab 18:00 Uhr der Geschichte an. Die Umstellung der stadtweiten Sirenenalarmierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, da die notwendige Ansteuerungstechnik für die Sirenen zum aktuellen Zeitpunkt von der Technik her noch nicht abschließend entwickelt ist. 

Am 13.Oktober 2018 wurde der alte Kommandowagen des Stadtbrandinspektors, mit Unterstützung der Stadtwerke Bad Vilbel nach Ungarn an die Feuerwehr in der Stadt Sarkad gespendet. Die Übergabe erfolgte vor Ort durch den Ehrenstadtbrandinspektor Gerhard Stengel. 

2019

Im Februar 2018 wurde im Rahmen der bundesweiten Digitalfunkumstellung, welche bereits im Jahr 2012 begonnen hat, auch die digitale Alarmierung der Einsatzkräfte umgestellt.

Mit dem Stichtag des 20.02.2018 gehört die analoge Alarmierung in der Feuerwehr Bad Vilbel ab 18:00 Uhr der Geschichte an. Die Umstellung der stadtweiten Sirenenalarmierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, da die notwendige Ansteuerungstechnik für die Sirenen zum aktuellen Zeitpunkt von der Technik her noch nicht abschließend entwickelt ist. 

Am 13.Oktober 2018 wurde der alte Kommandowagen des Stadtbrandinspektors, mit Unterstützung der Stadtwerke Bad Vilbel nach Ungarn an die Feuerwehr in der Stadt Sarkad gespendet. Die Übergabe erfolgte vor Ort durch den Ehrenstadtbrandinspektor Gerhard Stengel. 

2023

Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 23. Juni 2023 wurde erstmals ein Vorstand mit einer bedeutenden Anzahl aus dem passiven Mitgliederkreis gewählt, um die Aktiven zu entlasten:

  • Dirk Rühl, Vorsitzender
  • Benedikt Depta, Stellvertretender Vorsitzender
  • Matthias Kallmeyer, Kassenwart
  • Philip Lutz, Schriftführer
  • Marco Bohnes, Pressewart
  • Sabine Schiebler, Vergnügungswartin
  • Robin Pfeiffer, Zeugwart

Aufgrund der Funktion in der städtischen Organisation wird der Vorstand ergänzt durch

  • Carsten Schiebler, Wehrführer
  • Axel Völp, Stellvertretender Wehrführer
  • Fabian Kiwitzki, Jugendwart

2023

Das 150-jährige Jubiläum wird im Rahmen des traditionell am 3. Oktober stattfindenden Tages der offenen Tür gefeiert.

Alle Stadtteilfeuerwehren beteiligten sich und demonstrierten die150-jährigen Geschichte der Vilbeler freiwilligen Feuerwehr mit der Präsentation von Fahrzeugen und durch Übungen.

Besonders eindrucksvoll war die Ausstellung zur Entwicklung und den Berichten aus dem Übungs- und Einsatzgeschehen der Vilbeler Feuerwehr, die Ehrenstadtbrandinspektor Gerhard Stengel in wochenlanger Arbeit vorbereitet hatte.

Das Thema "Ehrenamt im Dienst der Gesellschaft" war ebenfalls ein Schwerpunkt an diesem Tag. Unser Bürgermeister Sebastian Wysocki, Quellenkönigin Nadine I., Wehrführer Carsten Schiebler und unsere Kinderfeuerwehrwartin Sophia Schulz standen hierfür zum Dialog mit dem Vereinsvorsitzenden Dirk Rühl bereit.

2024

Mario Migdalski, der 20 Jahre lang die Geschicke des Vereins als stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender geführt hat, wurde am 26.03.2024 in der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

Aufgrund der verstärkt vorkommenden Extremwetterlagen und damit verbundenen besonderen Herausforderungen für die Feuerwehren wurde als Schwerpunkt beim Tag der offenen Tür am 3. Oktober 2024 das Thema "Extremwetterlagen" gewählt. Hierzu waren der Ehrenstadtbrandinspektor Matthias Meffert, der Stadtbrandinspektor Maic Neunert und der Wehrführer Carsten Schiebler im Dialog.

2025

Die Mitgliederversammlung vom 27.03.2025 hat die komplette Neufassung der Satzung, insbesondere die Änderung des Namens in "Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel-Kernstadt e.V." beschlossen.

Zudem kann die Vilbeler Feuerwehr das 70-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr feiern.

Der Tag der offene Tür am 3. Oktober wird das Jubiläum zum Schwerpunktthema haben. Jugendfeuerwehrwart Fabian Kiwitzki und Kinderfeuerwehrwart Fabian Thiel sind mit dem Vereinsvorstand kräftig am Vorbereiten.

Schreiben Sie uns gerne, wenn Sie wertvolle weitere Informationen zur Geschichte haben

Ich bin damit einverstanden, dass diese Daten zum Zweck der Kontaktaufnahme gespeichert und verarbeitet werden. Mir ist bekannt, dass ich meine Einwilligung jederzeit widerrufen kann.*

* Kennzeichnet erforderliche Felder
Ich danke Ihnen! Wir werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.

© Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel-Kernstadt e.V. -  Alle Rechte vorbehalten.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.